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Falsch abgebogen

Angela Merkel macht sich Sorgen um den Journalismus (was Journalisten Sorgen machen sollte). Zumindest eine der angeblich so guten politischen Talkshows der ARD war zuletzt eine Katastrophe. Wer eine Folge Musikantenstadl live erträgt, darf den Blumenschmuck mitnehmen, die Tagesschau nimmt sich die Kritik an ihrer Ukraine-Berichterstattung ein ganz kleines bisschen zu Herzen, und Katja Kessler war auch im Silicon Valley.

Eine Wunderwaffe namens Miss Liberty

Der Begriff des Krisenbogens passt sehr gut. Er reicht politisch von der Ukraine bis nach Afghanistan. Dabei sind die Medien, die über den Bogen berichten, selbst in der Krise. Ob Wunderwaffen helfen?

Der Epigone des Generellen

Bei einem Treffen an einem unbekannten Ort in Hamburg kommt heute vielleicht was heraus, vielleicht aber auch nicht. Was hat es mit der Ankündigung des neuen Focus-Chefredakteurs auf sich, aus dem Blatt solle das „einzig nicht-linke Magazin werden“? Welches Werk wird Reinhold Beckmann hinterlassen? Außerdem: „die Achse der Börsen“ und ein Nachruf auf einen Digital-Pionier.

Neue Stalinismus-Kolonne entdeckt!

Das ZDF hätte kein Personal für einen gemeinsamen Jugendkanal mit der ARD. Wer in Honduras oder Guatemala einen Journalisten umbringt, hat nicht viel zu befürchten. Und Reinhold Beckmann geht es nur um die Sache! Außerdem: Kritik an der Kritik des ARD-Programmbeirats; endlich eine „seriöse Chance“ für die Piratenpartei; „alternativer Nobelpreis“ für Edward Snowden und Alan Rusbridger.

Barfuß oder Lackschuh

Ein Henri-Nannen-Preis braucht keinen roten Teppich. Die FAZ wird doch noch Fan der ARD-Talkshows. Enkel Onlinejournalismus soll sich endlich mit seiner Oma Printjournalismus vertragen. Wer in Russland eine freie Zeitung gründen will, muss nach Riga gehen, und wer mal auf dem gleichen Sofa sitzen will wie die "Friends" in ein Café nach Soho.

Showmaster ist mein Beruf. Ein Beruf, ein Beruf, den der Teufel schuf

In Darmstadt wird die Demokratie mit Berichten über Winzerfeste und Volksbank-Spenden verteidigt. Sind Messdiener die besseren Showmaster? Achse des Guten goes Krautreporter. US-amerikanische Journalisten kämpfen für ihr Right to Report. Und die taz fällt Bäume (nicht nur für ihre Print-Ausgabe).

Vom Bügeln und dem Troll-Popel-Aroma

Die Suche nach journalistischen Geschäftsmodellen geht munter voran, wobei allerdings die Abwicklung der bisherigen weiterhin im Vordergrund steht. So muss man sich fragen, ob die Suche nach Investoren im Journalismus überhaupt noch einen Sinn hat, wenn Investoren meint, mit dem Investment Geld verdienen zu wollen. Werden also Medienunternehmen zu einem Hobby, vergleichbar mit dem Sammeln von Oldtimern?

Brennende Brücken

Der Nannen-Bambi folgt dem Beispiel des Deutschen Fernsehpreises. Großes Hallo um Journalismus-Stiftungen (und von Stiftungsvorsitzenden). Kleine Schlüsselromane um traditionsreiche Zeitungen. Außerdem: ein relativer Fernsehhammer um die ARD-Auslandsberichterstattung.

Kalkül in Kanäle kübeln

Reaktionäre Organisationen in Zeiten der digitalen Revolution. Deutsch-marokkanische Meinungen über "Scharia-Polizei"-Berichtererstattung. Eigeninitiative eines Springer.Mitarbeiters. Außerdem: "Es wird eng, Land".

Die Schweiz ist nicht das allereuropäischste Land, wenn man bei Europa an Institutionen wie die EU denkt. Aber sie hat zumindest mehrere wichtige europäische Sprachen im Blick, und damit Zusammenhänge, die in Deutschland, das sich außer für eigene vor allem für englischsprachige Inhalte interessiert, womöglich entgehen.

Gespenstische Endkämpfe

Die FAZ-Stellenstreichungen. Die Netflix-Party. Netflix' Showwohnung, und welche deutschen Sendungen den Chefs gefallen. Außerdem: ARD und ZDF sollten sich auf die 1960er bis 1980er besinnen. Und die spannende Selbstzerfleischung des Spiegel lässt sich auch nicht lumpen.

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